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Schule ohne Rassismus - School without Racism

Wir sind nun offiziell eine „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“

Davon abgesehen, dass wir als Schule bereits seit vielen Jahren jeden Tag „Diversity“ (aus)leben tragen wir nun als Schule auch offiziell den Titel „Schule ohne Rassismus“ (SoR).

SoR ist ein Projekt von und für Schüler*innen, welches von allen demokratischen Parteien und von vielen Prominenten aus Politik, Kultur, Religion und Sport unterstützt wird. Es bietet die Möglichkeit, das Klima an der Schule aktiv mitzugestalten und bürgerschaftliches Engagement zu entwickeln. SoR ist das größte Schulnetzwerk in Deutschland, dem mittlerweile über 2.800 Schulen angehören. Schulen, die sich dem Netzwerk anschließen wenden sich gegen alle Ideologien der Ungleichwertigkeit und beschäftigen sich deshalb gleichermaßen mit Diskriminierungen aufgrund der Religion, der sozialen Herkunft, des Geschlechts, körperlicher Merkmale, der politischen Weltanschauung oder der sexuellen Orientierung. Ziel des Projektes ist es, den Alltag an Schulen so zu verändern, dass dieser von einem Klima der gegenseitigen Achtung und der Anerkennung individueller Eigenheiten geprägt ist, gepaart mit der gemeinsamen Suche nach verbindenden Normen.

Dieser  Titel wurde nun am 21.05.2019 dem „Welttag der kulturellen Vielfalt für Dialog und Entwicklung“ mit einem diversen Programm von künstlerischen Darbietungen unserer Schülerschaft, geladenen Acts und unserer Paten NANA und Isabell Pollak gemeinsam mit unserer Community gefeiert.  

Bis zu diesem Tag, der die gesamte Vorarbeit krönte war es einiges an Arbeit, um das Projekt nachhaltig an unserer Schule etablieren zu können. Vor mehr als einem Jahr entschlossen sich die SchülerInnen der damals 5. Klasse im Rahmen unserer DIVERSITY WEEK mit Hilfe des Klassenlehrers (A. Lang) dem Netzwerk anzuschließen. Da die Ideologie „Schule ohne Rassismus“ perfekt zu unserm Schulethos passt, schlug das Projekt schnell Wellen und „schwappte“ von der Grund- auch in die Sekundarschule (unter Leitung von C. Mahmoud) über. Seither wurden folgende Voraussetzungen erfüllt, um den Titel verliehen zu bekommen: Mindestens 70 Prozent (wir haben 85% geschafft!!!) aller Menschen, die in einer Schule lernen und arbeiten, verpflichten sich mit ihrer Unterschrift, aktiv gegen jede Form von Diskriminierung an ihrer Schule einzutreten, bei Konflikten einzugreifen und regelmäßig Projekte und Aktionen zum Thema durchzuführen.

Der Titel ist kein Preis und keine Auszeichnung für bereits geleistete Arbeit, sondern ist eine Selbstverpflichtung für die Gegenwart und die Zukunft. Courage-Schulen sagen: „Wir übernehmen Verantwortung für das Klima an unserer Schule, indem wir uns bewusst gegen jede Form von Diskriminierung, Mobbing und Gewalt wenden.“ Auch nach der Titelverleihung geht die Planung weiter, denn die Schule verpflichtet sich mindestens einmal pro Jahr ein Projekt zum Thema Diskriminierungen durchzuführen, um langfristig gegen jegliche Form von Diskriminierung, insbesondere Rassismus, vorzugehen. Das heißt es geht nun darum Ideen und Projekte umzusetzen sowie zu entwickeln, um die Nachhaltigkeit zu gewährleisten. Hier ist die Unterstützung aller notwendig, sei es von Schüler*innen, Eltern, sei es von Mitarbeiter*innen – einfach der gesamten BBS Community. Die Schüler*innen sollten zu Hause sowie in der Schule durchgehend sensibilisieren werden, was Rassismus und Courage bedeutet und die Selbstverpflichtungserklärung immer wieder vor Augen halten und besprechen.

Wir freuen uns sehr einen weiteren Milestone der Schule beschritten zu haben und ich bin sehr stolz auf unsere Community und ein Teil des Netzwerks zu sein, welches sich aktiv gegen Diskriminierung einsetzt.

Tune in: http://radijojo.org/de/radijojo/1068/when-we-are-born-as-kids-we-dont-care-about-colour

Sina Bellmann

Schulleitung