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Pädagogisches Konzept

Eine Schule, ein zweites Zuhause
 
Wir sind sehr stolz auf unsere Schüler, nicht nur, weil sie exzellente akademische Ergebnisse erzielen, sondern auch, weil sie die BBS als ihr zweites Zuhause betrachten. 
 
Eines vorneweg: Die Berlin Bilingual Sekundarschule ist nicht nur ein Gymnasium, sondern eine integrierte Sekundarschule mit gymnasialer Oberstufe – und wir stehen hinter diesem Konzept aus voller Überzeugung. Unser Ziel ist es nämlich, allen unseren Schüler*innen gerecht zu werden, was auch immer ihre persönlichen Ziele und Bedürfnisse sein mögen, unabhängig von ihren schulischen Leistungen. 
 
Unser akademischer Standard ist hoch, ja - dennoch begleiten und unterstützen wir unsere Schüler*innen auf ihrem individuellen Weg des Lernens und Wachsens bis sie unsere Schule wieder verlassen. Studenten*innen der BBS können ihren Mittleren Schulabschluss (MSA +) nach dem 10. Schuljahr machen; ihren iGCSE in Naturwissenschaften und/ oder Englisch als Sprache im 11. Schuljahr (optional) und das Deutsche Abitur nach dem 12. oder 13. Schuljahr. 
 
Wir sind so erfolgreich, weil unsere Klassen normalerweise nicht mehr als 20 bis 22 Schüler*innen haben und wir Sonderunterricht und Bildungsförderungen für die persönliche Entwicklung von jedem*r Schüler*in anbieten. Unser humanistischer Ansatz ist der Kern unseres Pädagogischen Konzeptes. Das bedeutet zum einen, dass gesellschafts-wissenschaftliche Fächer wie Geschichte, Geografie, Politische Bildung und Ethik einen hohen Stellenwert an unserer Schule genießen. Zum anderen impliziert es aber auch, dass wir unsere Schüler*innen als Individuen und unverzichtbare Mitglieder unserer Gemeinschaft betrachten. Sie lernen, aktive und reflektierende Lernende zu werden.
 
Doch ganz egal, welcher Abschluss: uns ist es wichtig, dass alle unsere Schüler*innen am Ende stolz sind auf ihre persönliche Entwicklung, anstatt sich nur an ihren Erfolgen und Misserfolgen zu messen.
 
Unsere wunderbar vielfältige internationale Gemeinschaft, die mit unseren Schüler*innen, deren Familien und unserem Lehrkörper aus Nationalitäten von über 30 Ländern besteht, schafft ein Umfeld, in dem die Liebe zu lebenslangem Lernen entfacht werden kann und so die Schüler*innen auf eine Welt vorbereitet, die sich ständig verändert. Normalerweise verlassen uns unsere Schüler*innen erst am Ende der Schulzeit, es sei denn, sie haben sich entschieden, wieder in ihr Heimatland zurückzugehen.

BBS - Lehrplan für Persönliche Entwicklung

Wir sehen, dass die Welt, in der unsere jungen Leute leben, ebenso herausfordernd wie aufregend ist. Wir wissen, dass sie mehr als nur akademisches Wissen und Kompetenz benötigen werden, um sich diesen Herausforderungen stellen zu können. Eben hierauf basiert unser Lehrplan für Persönliche Entwicklung. Vereinfacht gesagt sollen sich unsere Schüler*innen durch den Lehrplan vier Kompetenzen erwerben: Selbstvertrauen, Wissen, Mitgefühl sowie die Fähigkeit, aktiv zu werden. Diese Kompetenzen werden entwickelt durch Unterricht und Projektarbeit in folgenden Bereichen: Sex und Beziehungen, Antirassismus, Gewaltfreie Kommunikation, Drogenaufklärung, Online-Sicherheit und Anti-Mobbing. Unser zukunftsorientierter Lehrplan wurzelt in unserer selbstgewählten Verpflichtung inklusiv, sachlich, Sex positiv und antirassistisch zu sein. Bei uns an der BBS sollen Schüler*innen nicht dazu gedrängt werden, Entscheidungen zu treffen, die wir für richtig und angemessen halten. Wir möchten sie informieren und dazu ermächtigen, Entscheidungen zu treffen, die für sie selbst die richtigen sind.

Studium- und Berufsorientierung

Das Studiums- und Berufsorientierungsprogramm an der BBS folgt dem Berliner Programm Vertiefte Berufsorientierung (BVBO 2.0). Die BVBO ist eine Zusammenarbeit zwischen einer Reihe von Berliner Regierungsbehörden und Schulen mit dem Ziel Schüler*innen eine frühzeitige Einsicht in ihre eigenen Ambitionen und Kompetenzen zu vermitteln und ihnen zu zeigen, wie genau sie diese für eine Karriere oder weiterführende  Ausbildung nach der Schulzeit nutzen können. Ein wichtiger Antrieb des BVBO ist, dass ein gründliches Verstehen ihrer eigenen Person, verbunden mit einem Einblick in die vorhandenen Möglichkeiten nach der Sekundarschule bzw. dem Abitur die Schüler*innen darin unterstützt, gut-informierte Entscheidungen in Bezug auf ihre eigene Zukunft zu treffen.

An der BBS Sekundarschule mit gymnasialer Oberstufe nehmen Schüler*innen in jedem Schuljahr an einer bestimmten Anzahl von Workshops teil, in denen sie herausfinden können, was ihre eigenen Ambitionen und Fähigkeiten sind, und erfahren, wie vielfältig das Angebot an Ausbildungen und Karrieren nach der Schule tatsächlich ist. Unsere Schüler*innen besuchen regelmäßig Veranstaltungen wie Karrieretage, Tage der Offenen Tür an Universitäten und Colleges sowie Jobmessen. Eine Schlüsselrolle spielt in dem Programm das Betriebspraktikum in der 9. Klasse, für das die Schüler*innen für einen Zeitraum von zwei Wochen in einer Organisation oder einem Betrieb ihrer Wahl hospitieren.

Kurz und gut:  unser Studiums- und Berufsorientierungsprogramm ist Teil der allgemeinen BBS-Philosophie, deren Ziel es ist, die Schüler*innen dazu zu ermächtigen, sorgfältig überlegte Entscheidungen zu treffen, die richtig für sie selbst sind - was auch immer für Entscheidungen dies sein mögen.

Workshops

Workshops sind in der BBS Sekundarschule mit gymnasialer Oberstufe ein integraler Bestandteil unseres holistischen Bildungskonzeptes. Neben der akademischen Ausbildung ist es uns wichtig, dass unsere Schüler*innen ihre Horizonte auf vielfältige Weise erweitern und Neues ausprobieren können.

Für 8 Wochen wählt ein*e Schüler*in einen 90-minütigen Workshop seiner*ihrer Wahl. Schüler*innen der Klassen 7 und 8 können zwei Workshops wählen, die der Klassen 9 und 10 jeweils einen pro Woche. Nach 8 Wochen werden andere Workshops angeboten und der*die Schüler*in kann einen neuen Themenbereich entdecken. In Klasse 11 bis 13 werden keine Workshops mehr angeboten.

Bei der Aufstellung der Workshops ist uns ein breites Angebot sehr wichtig. Es gibt:

  • sportliche Workshops wie Skateboarding, Rugby, Floor Hockey, Funktionstraining, Yoga, Tanzen;
  • künstlerische Workshops wie Töpfern, Fotografie, Malen, Zeichnen, Nähen, Häkeln;
  • Workshops mit akademischen Bezügen wie Buchklub, Öko-Klub, Weltpolitik, Berliner Geschichte, Naturwissenschaften im Freien;
  • Workshops, die den Alltag erleichtern, wie zum Beispiel unser Koch- und Backworkshop, Indoor-Garten-Klub, Hausaufgaben-Klub oder der Klub für Lernfähigkeiten.

Es ist für jede*n etwas dabei! 

Sozialarbeiter*in / Vertrauenslehrer*in

Da das alltägliche Leben Jugendliche vor zahlreiche Herausforderungen stellt, sehen wir es als unsere Verantwortung an, uns um das soziale und emotionale Wohlbefinden unserer Schüler*innen zu kümmern und ihnen, soweit es geht, Unterstützung anzubieten.

Unsere Schüler*innen können den Raum unserer Sozialarbeiter*in/Vertrauenslehrer*in jederzeit aufsuchen. Sie können in vertraulicher Atmosphäre mitteilen, was sie beschäftigt; dort werden sie beraten und unterstützt.

Die Gespräche können spontan stattfinden oder zuvor terminlich vereinbart werden, und sind immer auf freiwilliger Basis. Von Zeit zu Zeit kann es vorkommen, dass Schüler*innen dazu geraten wird, das Gesprächsangebot wahrzunehmen, wenn es Lehrern und/oder Eltern sinnvoll erscheint. Verpflichtend ist es jedoch nicht. Die Gespräche bieten den Schüler*innen die Möglichkeit, offen über alles zu sprechen, was sie bewegt, ohne ein Urteil fürchten zu müssen. Unser*e Sozialarbeiter*in/Vertrauenslehrer*in ermutigt unsere Schüler*innen dazu und hilft ihnen dabei, Selbstvertrauen zu entwickeln.

Darüber hinaus hat unser*e Sozialarbeiter*in/Vertrauenslehrer*in eine beratende und vermittelnde Rolle innerhalb des Kollegiums sowie den Eltern gegenüber inne. Auch die Lehrer*innen aus dem Bereich der persönlichen Entwicklung werden durch sie unterstützt, vor allem wenn es um Sexualkunde, Präventionsworkshops und Ähnliches geht.